Die systemische Familienaufstellung ist eine Methode, bei der wir davon ausgehen, dass jeder Mensch mit seinen Vorfahren eng verbunden ist, ob bewusst oder unbewusst, ob gewollt oder ungewollt.
Es gibt Muster und Verstrickungen, nach denen wir oft unbewusst handeln. Meist aus Solidarität zu unserer Sippe halten wir uns an unausgesprochene Regeln, oder denken wir in vorgegebenen Mustern.
Es fällt uns schwer freie und eigene Entscheidungen mit einem guten Gewissen zu treffen, wenn sie nicht in das Raster der Sippe passen.
Genau dabei kann uns die systemische Familienaufstellung helfen.
Muster aufdecken und ans Licht bringen, Verstrickungen lösen und dafür zu sorgen, dass uns die Vorgänge auf der unbewussten Ebene bewusst werden und unsere Entscheidungen und Verhaltensweisen weniger beeinflussen.
All das geschieht in Respekt und Achtung vor den Schicksalen und Lebensaufgaben unserer Eltern und Ahnen. In dem Wissen, dass sie es so gut gemacht haben wie sie es konnten, auch wenn manch einer von uns sich mehr gewünscht hätte.
Was passiert bei einer Familienaufstellung?
Einzel: Im ersten Schritt kann ein Genogramm /Stammbaum erstellt werden. Dann entscheidet der/die Kunde/in, ob er/sie seine Herkunftsfamilie (Eltern/Geschwister) oder seine Gegenwartsfamilie (Partner, Kinder..) aufstellen möchte und formuliert ein Anliegen. Im nächsten Schritt werden Stühle für jedes Familienmitglied im Raum aufgestellt und zueinander in Beziehung gebracht. Dann sitzt die Beraterin in die einzelnen Stühle, fühlt sich ein und versucht gemeinsam mit dem Kunden, der Kundin zu erkennen welches Thema heute angeschaut werden darf oder möchte. Wie die Beziehungen sich anfühlen und wo es etwas zu lösen gäbe.
Mal zeigt sich mehr, ein anderes Mal weniger, aber in der Regel zeigt sich nicht mehr als die Kunden bereit sind anzuschauen und zu bearbeiten.
Gruppe: In der systemischen Familienaufstellung in einer Gruppe nehmen die übrigen Teilnehmer die Rollen der Familienmitglieder ein und fühlen sich ein. Gehen in Kontakt zueinander und sprechen darüber wie sie sich fühlen und wie sie in Beziehung zueinanderstehen. Positiv daran ist die Verbundenheit durch den Wunsch ein eigenes Thema anzuschauen und trotzdem den Vorteil der Anonymität nutzen zu können, da sich die Gruppenteilnehmer oft nicht kennen und anschließend nicht wieder sehen. Sollte dies sich anders darstellen muss offen und wertfrei darüber geredet werden, wenn es jemandem unangenehm wäre, dass jemand an seiner Aufstellung teilhat, den er kennt.
Es ist z.B. auch möglich eine Krankheit oder andere Dinge in den Raum zu stellen und anzuschauen welche Auswirkungen sie auf die einzelnen Mitglieder des Systems haben.
Das Schöne ist: „Wenn etwas im System bewegt und verändert wird, kommt auch Bewegung in den Rest des Systems.“
So kann eine Aufstellung dabei helfen Entspannung und Frieden mit bestimmten Situationen oder Konflikten zu finden und sogar in die Heilung von seelischen Wunden und daraus entstandenen körperlichen Beschwerden zu kommen. Sie kann so auch Allgemeinmedizinische Behandlungen unterstützen. (allerdings nicht ersetzen!!!)
Wer sollte oder kann zu einer systemischen Familienaufstellung kommen?
Diese Methode kann jedem helfen, der sich nach Entlastung seiner Konflikte sehnt.
Beispiele: Nach einem Jobwechsel in Frieden mit seinem ehemaligen Chef zu kommen, ohne ihm nochmals begegnen zu müssen. Bestimmten Ängsten, die immer wieder auftauchen auf die Spur zu kommen. Partnerlosigkeit oder andere unerfüllte Wünsche anzuschauen und eventuell aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und vor allem zu fühlen.
Systemische Familienaufstellung ist also für dich und mich. Für jeden der sich traut auszusprechen, dass es Dinge im Leben gibt, die man sich anders wünschen würde, oder die einen belasten. Ja das braucht Mut.
Gerne begleite ich dich dabei!!! Mit Respekt und Liebe.
Raphaela Maria
